deutscheausrussland.de Landsmannschaft der Deutschen aus Russland e.V
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BUNDESVORSTAND

Am 14 November 2009 wurde im Rahmen der Bundesdelegiertenversammlung in Stuttgart ein neuer Bundesvorstand der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland gewählt. Er ist laut Satzung für drei Jahre im Amt und setzt sich wie folgt zusammen:

 

Adolf Fetsch (Bundesvorsitzender) gehört zu den Deutschen aus Russland, die bereits seit Kriegsende in der Bundesrepublik Deutschland leben und hier auf eine erfolgreiche Berufslaufbahn zurückblicken können. Er wurde 1940 in Wosnessenk, Ukraine, geboren und kam als Vierjähriger mit den Flüchtlingstrecks nach Deutschland. Seit über vier Jahrzehnten ist er in der CSU aktiv und war unter anderem 20 Jahre lang Vorsitzender des CSU-Ortsverbandes München-Nord-Am Hart. Bereits früh verlegte er den Schwerpunkt seiner politischen Tätigkeit auf den Vertriebenen- und Aussiedlerbereich.

Seit 1994 ist er Vizepräsident des Bundes der Vertriebenen und seit geraumer Zeit Mitglied des Landesvorstandes der Union der Vertriebenen. Er war über 30 Jahre lang Vorsitzender der Landesgruppe Bayern der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland, ist seit 1978 Mitglied in ihrem Bundesvorstand (zumeist als stellvertretender Vorsitzender) und leitet die Landsmannschaft seit 2003 als Bundesvorsitzender.
 

Adolf Fetsch
E-Mail:
fetsch@lmdr.de

 

 

 


Lilli Bischoff (Vorsitzende des Landesverbandes Niedersachsen, Mitglied des Bundesvorstandes) setzt sich seit über 20 Jahren für die Belange der Deutschen aus der ehemaligen Sowjetunion in Niedersachsen und bundesweit ein. Geboren 1949 im Gebiet Perm, kam sie 1988 mit zwei Kindern aus Lettland nach Deutschland. Durch gewaltige Anstrengungen ist der Akademikerin mit zwei Diplomabschlüssen eine angemessene Berufseingliederung gelungen - seit 19 Jahren arbeitet sie im Arbeitsamt Hannover. Gleich nach der Ankunft gründete Bischoff in ihrer Heimatstadt Barsinghausen eine Ortsgruppe der Landsmannschaft und engagierte sich in der Integrationsarbeit mit Aussiedlern, vor allem in den Bereichen Familienzusammenführung, soziale und berufliche Eingliederung. Besonders beachtenswert ist ihr Einsatz für die Integration von Jugendlichen in ihrem Wohnort, wo Bischoff den Eintritt heranwachsender Spätaussiedler in Sportvereine initiiert hatte. Für ihr langjähriges Ehrenamt in der Integrationsarbeit wurde sie mit der goldenen Nadel der Landsmannschaft ausgezeichnet. Seit 2006 ist Bischoff Vorsitzende des Landesverbandes Niedersachsen der Landsmannschaft und Mitglied im Bundesvorstand.

Außerdem kümmert sich Lilli Bischoff um Hilfsmaßnahmen für die Menschen in Kowel/Ukraine, die durch das Atomreaktorenunglück von Tschernobyl betroffen sind. 1995 gründete sie den Verein „Kinderhilfe Ukraine“, der sich unter anderem für kostenlose Erholungsmaßnahmen für Kinder aus Kowel und Umgebung einsetzt. Durch ihr Engagement konnten Spenden für Hilfslieferungen nach Kowel gesammelt werden. Der Bürgermeister der Stadt Barsinghausen zeichnete Bischoff bereits 1999 für ihr ehrenamtliches Engagement aus. Darüber hinaus erhielt sie 2002 den Siegfried-Lehmann-Preis für die Kinderhilfe in der Ukraine.

Als Zeichen der Anerkennung ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit wurde Lilli Bischoff 2007 das Bundesverdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen. Vorgeschlagen hatte die Auszeichnung der Ministerpräsident von Niedersachsen, Christian Wulff.
  

 

Lilli Bischoff
E-Mail:
bischoff@lmdr.de

 

 

 

 


 

 

 

 

Dr. Alfred Eisfeld, hat in der vergangenen Zeit nahezu alle Aspekte der Geschichte und Kultur der Volksgruppe thematisiert und dokumentiert. Geboren 1951 in Uwa (Udmurtische ASSR), lebt der Historiker seit 1973 in Deutschland (Göttingen). Er studierte Osteuropäische Geschichte, Politische Wissenschaften und Zeitungswissenschaften in Bonn und München und promovierte 1983 über das Thema „Deutsche Kolonien an der Wolga 1917-1919 und das Deutsche Reich“ an der Ludwig-Maximilians-Universität München.

1984-1987 war er Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Osteuropa-Institut München, 1987-1988 Wissenschaftlicher Referent des Göttinger Arbeitskreises e.V., danach Geschäftsführer des Göttinger Arbeitskreises und seit 1990 Geschäftsführender Leiter des Instituts für Deutschland- und Osteuropaforschung des Göttinger Arbeitskreises e.V. Seit 2002 leitet Eisfeld die Abteilung Göttingen des Instituts für Kultur und Geschichte der Deutschen in Nordosteuropa (IKGN).

Die Schwerpunkte seiner Forschungsarbeit sind: Geschichte und Kultur der Deutschen im Russischen Reich, in der Sowjetunion und deren Nachfolgestaaten, Nationalitätenpolitik in Russland, der UdSSR und der GUS, deutsch-sowjetische, deutsch-russische und deutsch-ukrainische Beziehungen, Archivwesen in der GUS. Aus der Zusammenarbeit mit Archiven in Russland, Aserbajdschan und der Ukraine sind annotierte Findbücher für Archivbestände hervorgegangen, die Archivdokumente zur Geschichte der Russlanddeutschen enthalten. Eisfeld war Redaktionsmitglied der Enzyklopädie „Die Deutschen Russlands“, einem Standardwerk über die Russlanddeutschen, und beteiligt sich aktiv an den internationalen Forschungsseminaren, die vom Internationalen Verband der Deutschen Kultur (Moskau) veranstaltet werden. Er ist Vorsitzender der „Wissenschaftlichen Kommission für die Deutschen aus Russland und in der GUS e. V.“

2002 wurde Eisfeld in Anerkennung seiner Verdienste um die „Erhaltung und Förderung des Kulturgutes der Russlanddeutschen“ mit dem Hauptpreis des Russlanddeutschen Kulturpreises des Landes Baden-Württemberg ausgezeichnet. Seit 2008 ist er Vorsitzender der Jury des Russlanddeutschen Kulturpreises des Landes Baden-Württemberg.

Auch die Landsmannschaft konnte sich immer an Alfred Eisfeld wenden, wenn sie Informationen oder die Unterstützung eines ausgewiesenen Historikers zu Fragen der russlanddeutschen Geschichte brauchte. Er ist seit Jahren in der Kulturarbeit der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland aktiv. 2009 wurde er in den Bundesvorstand gewählt.

Dr. Alfred Eisfeld
E-Mail:
a.eisfeld@ikgn.de

 

 

 

Rosa Emich (Vorsitzende der Orts- und Kreisgruppe Fulda/Hessen), setzt sich seit über 15 Jahren für die Belange der Deutschen aus der ehemaligen Sowjetunion im Kreis Fulda und bundesweit ein. Geboren 1952, studierte sie russische Sprache und Literatur. Bis zur Ausreise nach Deutschland war sie Dozenti n für russische Sprache an der Technischen Universität Frunse/Bischkek in Kirgisien, seit 1993 lebt die Dipl. Slawistin in Fulda. Nach einigen Fortbildungsmaßnahmen, unter anderem im sozialpädagogischen Bereich, kam sie zum festen Entschluss, ihre Zukunft in dieser Richtung zu gestalten. 1996-1998 war Emich beim Bundesverwaltungsamt im Grenzdurchgangslager Friedland angestellt und leistete ehrenamtliche Integrationsarbeit als Mitglied der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland. Seit 1999 ist Emich Projektleiterin des landesweiten Projektes „Auf- und Ausbau eines Netzes der Multiplikatoren zum Zwecke der Verstärkung der Integrationsarbeit mit russlanddeutschen Spätaussiedlern“ in Hessen, das von der Hessischen Landesregierung gefördert wird. 1995 wurde Emich zur Vorsitzenden der Kreisgruppe Fulda gewählt, die sie bis heute leitet. Ihre vielfältigen Erfahrungen aus allen Bereichen der Aussiedlung und Integration, die sie während ihrer Beschäftigung in Friedland und weiterer Projektarbeit sammelte, setzt sie in ihrer ehrenamtlichen Vereinsarbeit ein. In den Jahren 2003- 2006 war Emich Landesvorsitzende der Landsmannschaft in Hessen, wobei sie sich insbesondere um die politische Präsenz der Landsmannschaft, die politische Integration der Aussiedler und eine breitere Öffentlichkeitsarbeit bemühte. Seit 2003 ist Emich Mitglied der CDU, engagiert sich im Vorstand der CDU-Kreisfrauen-Union und im Vorstand der UdV (Union der Vertriebenen) der CDU. Als Vertreterin der Landsmannschaft ist sie im Hessischen Landesbeirat für Vertriebenen-, Flüchtlings- und Spätaussiedlerfragen. 2006 kandidierte die CDU-Politikerin mit Erfolg für den Kreistag Fulda. 2009 wurde Rosa Emich in den Bundesvorstand der Landsmannschaft gewählt.

Rosa Emich
E-Mail:
rosa.emich@gmx.de; alatoo@web.de

 

 

Ewald Oster (Vorsitzender der Orts- und Kreisgruppe Schweinfurt/Bayern), geb. 1950 in Kostroma/Russland, aufgewachsen in Usbekistan. Schon als Schüler begann er in der Stadt Tschirtschik bei Taschkent im örtlichen Kulturhaus Musik zu machen, wurde mit 15 Jahren als Musiktalent entdeckt und für eine musikalische Militärausbildung (vergleichbar mit einer Musikfachschule) empfohlen, die er 1964-1966 in Fachrichtung Trompete absolvierte. Danach folgten einige Jahre Armeedienst als Musiker im Militärorchester. 1976 war Oster in der Usbekischen Philharmonie als Trompeter im „Musik-Chol“ tätig und zog mit Konzerten durch die Sowjetunion.

1977 wanderte er mit seiner Familie nach Deutschland aus und siedelte sich in Unterfranken an. Fast 20 Jahre arbeitete er bei der Firma FAG (heute Schäflein AG) in der Logistikabteilung. In dieser Zeit engagierte er sich auch in der Musikbranche mit namhaften deutschen Künstlern, darunter Marianne und Michael, Franz Lang , Winfried Stark und seine Steigerwälder , Struwwelpeter Sextett, Elmus Express, die Bad Brückenauer BIG BAND „Green and Bleu“ und die Big Band der TG-Schweinfurt. Zusammen mit den Musikern machte er einige Auslandstournees z.B. nach Florida, Los Angeles, Ungarn oder Holland. Derzeit betreibt er eine Lotto-Toto-Annahmestelle.

Seit über 30 Jahren engagiert sich Oster bei der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland, seit 2001 als Vorsitzender der Orts- und Kreisgruppe Schweinfurt. Er hat den Ortsverband durch sein organisatorisches und musikalisches Talent sowie sein politisches Engagement mitgeprägt. 2008 kandidierte Oster auf der „Schweinfurter Liste“ für den Stadtrat.
2009 wurde er in den Bundesvorstand gewählt.

Ewald Oster
E-Mail: ewaldoster@gmx.de

 

 

Leontine Wacker (stellvertretende Bundesvorsitzende), geb. 1938 in Klein-Neudorf, Gebiet Odessa, erlebte als Kind die Evakuierung in den Warthegau 1944 und die Rückführung nach Russland 1945. Nach pädagogischer Ausbildung in Slawgorod und Studium der Germanistik in Omsk war sie 17 Jahre Lehrerin in Nishnij Tagil. 1978 kehrte sie nach Deutschland zurück, wo sie u.a. mehr als 15 Jahre in der Heimatauskunftstelle Stuttgart auf den Gebieten Lastenausgleich und Volkszugehörigkeit als Sachbearbeiterin und später als Sachgebietsleiterin tätig war. Seit 1984 ist sie im Vorstand der Landesgruppe Baden-Württemberg, u.a. zuständig für den sozialen Bereich.

Von 1991 bis 2001 war sie stellvertretende Vorsitzende und seit 2002 ist sie Vorsitzende der größten Landesgruppe. Von 1991 bis 1999 war sie im Ehrenausschuss der Landsmannschaft auf Bundesebene, davon sieben Jahre als dessen Vorsitzende. 1999 wurde sie in den Bundesvorstand der Landsmannschaft gewählt und ist seit 2001 stellvertretende Bundesvorsitzende, u.a. Mitglied im Organisationsausschuss und stellvertretende Vorsitzende des Sozialausschusses.

Leontine Wacker
E-Mail : tinejakob@arcor.de

 

 

Waldemar Weiz (stellvertretender Bundesvorsitzende) wurde 1977 im Gebiet Pawlodar/ Kasachstan geboren. Studierte in der Fachrichtung Ingenieursysteme der landwirtschaftlichen Wasserversorgung (Diplomabschluss 2000). Im Anschluss leitete er den Kulturverein der Russlanddeutschen „Eintracht" in Omsk. In Deutschland (wohnhaft in Kürten/NRW) ist Weiz seit 2002 im Bereich der Oberflächentechnik tätig, 2006 hat er ein berufsbegleitendes Studium an der Rheinischen Fachhochschule Köln mit dem Studiengang Maschinenbau begonnen.

2006 gründete er gemeinsam mit jugendlichen Aktiven den Sport- und Kulturverein „Adler e.V.“. Seit der Vereinsgründung führt die Vereinigung sportliche und kulturelle Projekte durch, die allen Generationen (Kinder, Jugendliche, Erwachsene) angeboten werden. Über die Vereinsaktivitäten wie Konzerte, Kurse für Kinder und Sportturniere wird regelmäßig in der Lokalpresse berichtet.
Seit März 2008 ist Waldemar Weiz Mitglied im Vorstand der Jugendorganisation der Landsmannschaft – JSDR als stellvertretender Vorsitzender tätig. Im September 2008 wurde Weiz zum Mitglied des Landesvorstandes NRW der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland gewählt. Der Schwerpunkt seiner Tätigkeit liegt im Bereich Jugend und Sport
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Seit der Kommunalwahl 2009 ist er im Gemeinderat Kürten für den Bereich Jugend, Generationen- und Schulpolitik als sachkundiger Bürger von der SPD vertreten. Er engagiert sich landesweit im „Bund sozialdemokratischer Aussiedler und Migranten in der NRW-SPD e.V.”

 

Waldemar Weiz
E-Mail :
skv.adler@yahoo.de

 

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